Damit arbeiten wir

Hey Leute, wir aus dem dritten Lehrjahr zur Textil- und Modeschneiderin dachten uns, wir geben euch nach und nach immer wieder einen kleinen Überblick zu unseren Nähmaschinen.

Fangen wir mal mit der Einfachsten an und zwar mit der Doppelsteppstichmaschine oder auch Schnellnäher genannt. Falls euch das nichts sagt oder ihr euch unter diesem Begriff nichts konkretes vorstellen könnt, sie sieht optisch wie eine normale Nähmaschine aus, die viele von euch vielleicht auch Zuhause stehen haben. Mit dem Unterschied, dass unsere etwas hochwertiger ist und nur einen geraden Stich nähen kann.

Die Maschine funktioniert folgendermaßen:

Man brauch einen Spulen- und einen Nadelfaden, diese verschlingen sich im Nähgut, sodass ein Stich entsteht. Da wir es bei uns mit Bademoden zu tun  haben, sind unsere Stoffe auch dementsprechend elastisch. Um zu verhindern das eine Naht platzt, achten wir extrem auf die richtige Spannung der Fäden.

Man kann zwar nur einen Geradstich nähen, aber diese Stichart wird bei uns sehr oft benötigt, z.B. beim Futter steppen, Schalen mit Stoff überziehen, Zierteile, Träger und Verschlüsse annähen, usw.

Während der Ausbildung ist das unsere Nähmaschine, an der wir am meisten nähen. Wenn ihr auf den folgenden Link klickt erscheint ein kurzes Video der Maschine.

Steppmaschine

Meine Aufgaben in der Abteilung Import

In der Abteilung Import kann man als Azubi viele Aufgaben selbstständig erledigen.

Allgemein werden in dieser Abteilung hauptsächlich Stoffe und Zierteile eingekauft. Bei Handelswaren fragen wir bei unseren Lieferanten an, ob sie für uns bestimmte Artikel herstellen können. Ebenso wird fehlerhafte oder den Vorstellungen nicht entsprechende Ware zurückgeschickt und ein neues Mustern angefragt. Außerdem versorgt man die Lieferanten mit den notwendigen Auszeichnungen für die Handelswaren.

Als Azubi darf man zum Beispiel Etiketten an die Lieferanten verschicken. Oder man hat die Aufgabe DHL-Pakete zu versenden und anschließend allen Beteiligten die DHL-Identifikationsnummer mitzuteilen. Weiterhin schreibt man die Lieferavisierung, dies ist eine Ankündigung, dass die bestellte Ware auf dem Weg zu uns ist. Kleinere Aufgaben sind beispielsweise Rechnungen überprüfen, Wareneingangsscheine beenden, Pflegeetiketten überprüfen, angekommene Stoffe auspacken und aufhängen, sowie das gelieferte Paket mit der Packliste auf seine Vollständigkeit hin zu überprüfen. Hinzu kommen noch Musteranfragen bei Lieferanten und Drucke an die Lieferanten schicken.

Insgesamt finde ich die Abteilung Import für einen Azubi sehr interessant und vielseitig.

Durchlauf Produktion

Da ich momentan in der Abteilung Produktionsplanung und – Steuerung bin, habe ich einen Durchlauf durch die Produktion gemacht, welcher 2 Wochen dauerte.

Die Abteilungen die ich besuchen durfte waren das Zutatenlager, das Stofflager, das CAD (= Konstruieren am Computer), die Qualitätskontrolle und die Produktion selbst.

Dieser Rundgang war echt interessant, da man sieht wie viel Arbeit in so einen Badeteil eigentlich steckt und was diese Abteilungen für Aufgaben haben.

Ich kann es nur weiter empfehlen, da man selbst einen genaueren Einblick für die Ware der Firma bekommt.

 

Wie schreibe ich einen Monatsbericht?

Wir, die kaufmännischen Auszubildenden müssen jeden Monat einen Monatsbericht verfassen. Dieser handelt von einer Tätigkeit, welch in den letzten 4 Wochen ausgeübt wurde. Im Folgenden wird erklärt, wie solch ein Bericht geschrieben wird:

  1. In die Einleitung kommt eine kurze Beschreibung was in der Abteilung für Aufgaben anfielen.
  2. Im Hauptteil geht man dann auf ein eine Aufgabe oder ein Projekt näher ein. Der Bericht sollte sachlich und ausführlich verfasst sein. Um seine Aussagen anschaulicher zu gestalten, können Muster oder Grafiken beigefügt werden.
  3. Um den Bericht abzurunden verfasst man einen abschließenden Satz. Hier ein paar Satzanfänge: Abschließend wir, Zum Abschluss, Im letzten Schritt, Zuletzt wird, usw..

Hier mal ein Beispielbericht:

Wie entsteht ein Lookbook

In einem Lookbook ist Bademode enthalten, die sich entweder gut verkaufen lässt, oder die Aufmerksamkeit auf sich (und dadurch auf die Serie oder Katalog) zieht

Als Vorlage nimmt man den für die Marke angefertigten Katalog. Aus diesem Katalog werden die geeigneten Bikini, Tankini, Badeanzüge oder Badehosen herausgesucht. Dazu gibt es einige Kriterien nachdem ausgewählt wird. Zum einen wird die Bademode ausgesucht die sich, nach der Meinung der Vertreter, Geschäftsführung und Designer, gut verkaufen lässt. Hinzu kommen so genannte „Hingucker“ oder „Highlights“, welche für die Presse geeignet sind, um aufmerksam auf diese Bademode zu machen. Das kann entsprechend ein neuartigen Schnitt sein, knallige Farben oder eine Kombination von verschiedenen Mustern.

Aus den ausgewählten Bilder selektiert man nun die Bademode, die in das Lookbook übernommen wird. Diese Artikel werden in eine excel-Tabelle mit Artikelnummer und Serie eingefügt. Anschauliche große Bilder kommen meist auf eine Doppelseite. Bilder, welche in einem Hochformat fotografiert wurden, kommen mit einem zweiten Foto das im Hochformat ist auf eine Doppelseite (nur von einer Serie). Für das Titelblatt wird dasselbe Bild verwendet wie für den Katalog, da dieses einen gewissen Erkennungswert besitzt und auf den ersten Blick gleich einen Zusammenhang geknüpft wird.

Diese excel-Tabelle wird jetzt zum Grafikdesigner gegeben, die wiederum das Lookbook für uns zusammenstellen. Die Geschäftsleitung gibt zum Schluss noch den letzten Feinschliff und gibt Verbesserungswünsche, bis es freigegeben ist.

 

Unsere Näherei

In unserer Näherei gibt es verschieden Bereiche, die ein Badeteil durchläuft, bis es im Versand zum Ausliefern ist.

Aufgeteilt ist die Näherei in die Bereiche: Musternäherei, Näherei für Produktion, Endkontrolle und Legerei.

Die Näherinnen der Musterabteilung fertigen hauptsächlich die Kollektionen in Zusammenarbeit mit den Designern und mit den Schnittdirektricen.

In der Näherei werden die Badeteile genäht, die dann an den Kunden ausgeliefert werden.

In der Endkontrolle werden die Badeteile gründlich angeschaut, ob keine Fehler bei der Herstellung unterlaufen sind, ob die Nähte alle halten, die Maße stimmen und es werden auch alle Fäden abgeschnitten.

Wenn alle Teile eines Auftrages kontrolliert wurden, kommen sie noch in die Legerei. Dort bekommen sie unter anderem Kärtchen mit den Artikelnummern und der Größe angeschossen. Danach werden sie einzeln zusammengelegt und in Tüten verpackt.

Nun sind die Badeteile beim Versand angelangt und werden von den Mitarbeitern nach System in Regale einsortiert. Von hier aus werden sie dann, nach Kundenbestellung, absortiert und verschickt.

Wir, die gewerblichen Azubis, lernen im Laufe der Ausbildung diese verschiedenen Bereiche kennen.

 

 

Mein erster Tag der Ausbildung

Am 01.09.2017 habe ich meine Ausbildung als Industriekauffrau in der Firma Adolf Riedl GmbH & Co. KG begonnen. Als ich das Gebäude betrat, war ich sehr aufgeregt und gespannt, wie mein erster Tag ablaufen wird.

Zuerst wurden wir von unseren Ausbilderinnen sowie von einigen Auszubildenden herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Präsentation über die Firma und eine Übersicht, was mich in den folgenden drei Ausbildungsjahren erwartet, sank die Aufregung ein wenig. Ebenso durften wir die neuen Kataloge mit den zahlreichen Badeanzügen, Bikinis und anderem Badezubehör für die kommende Saison anschauen. In der daran anschließenden Rundführung durch das Haus wurden uns alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorgestellt – alle waren sehr freundlich. Jedoch konnte ich mir kaum Namen von den rund 200 Beschäftigten merken. Anfangs fand ich das große Gebäude etwas verwirrend und ließ mir oft die einzelnen Wege zeigen, aber nach ein paar Tagen hatte ich kein Problem mehr, mich zurechtzufinden.

Ich habe schon vieles dazu gelernt und mittlerweile kann ich schon Einiges selbstständig erledigen.

Nikolaustag in der Firma Riedl

Einmal im Jahr am 6. Dezember bekommen alle Mitarbeiter einen Nikolaus aus Schokolade als Geschenk von der Geschäftsführung. Die Nikoläuse werden von uns Auszubildenden an die Mitarbeiter ausgeteilt. „Wir Azubis von Riedl finden es toll die Nikoläuse auszuteilen, da wir so alle Mitarbeiter in der Firma antreffen und deren Freude teilen können“

Wie verläuft das 1. Ausbildungsjahr als Textil-und Modenäherin bei uns?

Hier bei uns hast du nie Langeweile, denn deine Aufgaben sind immer abwechslungsreich und du lernst jeden Tag was Neues dazu.

Im 1. Lehrjahr lernst du hauptsächlich das ganze Grundwissen einer Näherin z.B. wie heißt welche Naht und wo wird sie eingesetzt? Wie werden verschiedene Maschinen benutzt und was wird an denen gemacht?

Bei uns lernst du auch viel über Bademoden, wie z.B. verschiedene Bikini-und Badeanzugformen, welche Textilien und Zutaten werden für einen Badeanzug benötigt?

Wenn du die wichtigsten Sachen kannst, darfst du dir auch z.B. einen Bikini oder eine Tasche selber entwerfen und die danach nähen.

In der Schule lernst du jede einzelne Maschine genau kennen, alle Grundbindungen der Stoffe, wie die verschiedenen Stiche gebildet werden und wie man überhaupt einen Grundschnitt konstruiert .

Mir persönlich fiel die Schule am Anfang schwer, denn ich kannte mich mit dem Beruf nicht gut aus. Mittlerweile bin ich im 2.Lehrjahr und habe mich an die Schule gewöhnt und es fällt mir auch leichter die Sachen zu verstehen.  Der Beruf gefällt mir sehr gut und ich bin froh hier angefangen zu haben.